Energie sparen – so geht´s!
48 Tipps zum Thema Energiesparen
Tipp 01 bis 11 - Heizung
Wärme kostet: Die Heizung ist der größte Energieschlucker im Haushalt – bis zu 80 Prozent der Energiekosten gehen zu ihren Lasten. Setzen Sie also hier zuerst an und prüfen Sie, was Sie umsetzen können. Denn ein dauerhaft bewusster Umgang mit der Heizenergie kann schon auf Ihrer nächsten Abrechnung sichtbar werden.
1. Eine um 1°C niedrigere Heiztemperatur spart 6 Prozent Heizenergie ein. Vielleicht tut es auch der warme Pullover, bevor Sie die Heizung hoch drehen?
2. Nachts können Sie die Temperatur um bis zu 5°C absenken, die Drosselung kann bereits zwei Stunden vor dem Schlafengehen beginnen.
3. Auch tagsüber können einzelne Räume kühler sein - halten Sie die Türen zu diesen geschlossen. Allerdings darf die Temperatur nicht dauerhaft zu niedrig sein, sonst werden die Räume feucht.
4. Jeder Raum hat seine Temperatur: Das Schlafzimmer bei 16°C, das Wohn-, Ess- und Kinderzimmer bei 18°C bis 21°C. Im Bad braucht es nur morgens und abends wärmer zu sein.
5. Lüften Sie richtig: Mehrmals am Tag kräftig für wenige Minuten. Sie haben dann frische Luft, aber Wände und Böden kühlen in dieser Zeit nicht aus.
6. Stellen Sie die Heizung nicht mit Möbeln zu, lassen Sie keine Gardinen vor der Heizung hängen. Nur so kann der Thermostat die Raumtemperatur erfassen.
7. Undichte Fenster und Türen können große Wärmeverluste bringen. Mit einer brennenden Kerze kommen Sie den Wärmelecks auf die Spur.
8. Mit selbstklebenden Dichtungsbändern können Sie nicht nur Fenster, sondern auch Spalten unter Türen abdichten.
9. Vor die Tür können Sie als Wärmefänger einen "Zugluftdackel" aus Stoff legen - zu finden für ca. 20 Euro im lokalen Handel.
10. Rollläden halten ebenfalls die Wärme. Schließen Sie diese bei Dunkelheit.
11. Temperieren Sie einzelne Räume gezielt. Mit elektronischen Heizkörperreglern können Sie raumweise Temperaturen steuern. So können Sie nachts, aber auch bei längerer Abwesenheit tagsüber nach Maß heizen. Solche Regler können Sie selbst ohne großen Aufwand einbauen.
Tipp 12 bis 19 - Warmwasser
Die Bereitstellung von Warmwasser in Bad und Küche macht im Haushalt nach der Heizung den zweithöchsten Wert im Energieverbrauch aus – der sinnvolle Umgang damit lohnt sich also besonders.
Einsparungen sind dabei schon mit einfachen Mitteln möglich, ohne dass Sie sich im Komfort einschränken müssen.
12. Baden statt Duschen erhöht den Energieverbrauch deutlich. Das Heizwasser eines Vollbads reicht für 3 mal duschen.
13. Mit Mischbatterien oder mit Thermostatbatterien, an denen Sie die Temperatur vorwählen können, nutzen Sie das warme Wasser in jedem Fall sparsamer.
14. Haben Sie eine eigene Therme, so schalten Sie die Warmwasserbereitung vor der Fahrt in den Urlaub aus.
15. Im Sommer ist eine Erwärmung des Wassers mittels einer Solaranlage besonders günstig. Im Winter reicht die Sonnenenergie dafür nicht aus. Für den Einbau solarthermischer Anlagen gibt es Fördergelder.
16. Verzichten Sie auf intensives Vorspülen unter heißem Wasser. Es genügt, grobe Speisereste vom Geschirr zu entfernen, bevor man es in den Geschirrspüler gibt.
17. Schalten Sie den Geschirrspüler nur ein, wenn er ganz gefüllt ist. Fast immer reicht das Sparprogramm, das mit 55°C spült. Sie heizen das Wasser damit weniger auf und sparen bis zu 25 Prozent Strom.
18. Achten Sie auch beim Kauf eines Geschirrspülers auf das Energielabel: Geräte der Effizienzklasse A kommen mit weniger Wasser und Strom aus.
19. Kein zu heißes oder zu kaltes Wasser mehr am Waschbecken oder in der Dusche, dazu 20 Prozent Energieersparnis: Elektronisch gesteuerte Durchlauferhitzer liefern genau das heiße Wasser, das benötigt wird. Und sie sparen Wasser, denn die Wunschtemperatur ist schneller erreicht.
Tipp 20 bis 26 - Küche
In der Küche stehen mit Herd, Kühlschrank und vielleicht Gefrierschrank gleich mehrere Geräte mit Energiehunger, die zum Teil rund um die Uhr laufen. Insbesondere bei älteren Kühlgeräten kann der Stromverbrauch beträchtlich sein. Die Größe des Kühl- und Gefriergerätes sollte unbedingt an den tatsächlichen Bedarf der Nutzer angepasst sein.
20. Lassen Sie beim Kochen den Deckel auf dem Topf. Ohne Deckel entweicht die Wärme und es wird unnötig Energie verschwendet.
21. Für das Dünsten von Gemüse reicht eine kleine Menge Flüssigkeit völlig aus. Dadurch spart man Energie und schont zugleich die Vitamine.
22. Lassen Sie gekochte Speisen vor dem Aufbewahren gut abkühlen, bevor Sie sie in den Kühlschrank oder in die Gefriertruhe stellen. So vermindern Sie die Eisbildung und sparen clever Strom.
23. Platzieren Sie Kühlgeräte nicht neben Backofen oder Heizung. Auch in der prallen Sonne verbrauchen die Geräte mehr Strom, um die Temperatur zu halten.
24. Wählen Sie die Temperatur im Kühlschrank nicht zu niedrig: 7°C reichen zum Frischhalten von Lebensmitteln, im Gefrierteil sollte es nicht kälter als –18°C sein.
25. Ist Ihr Kühlschrank auch wirklich zu? Wenn er nicht richtig schließt, steigt der Stromverbrauch stark an. Zum Testen der Dichtungen legen Sie einfach am Abend, wenn es dunkel ist, eine eingeschaltete Taschenlampe in den Kühlschrank, schließen ihn und prüfen, ob Lichtstrahlen zu sehen sind.
26. Einrisse in Dichtungen von Kühl- und Gefriergeräten führen zu einem höheren Stromverbrauch. Ersatzdichtungen erhalten Sie über den Fachhandel.
Tipp 27 bis 34 - Licht
Mit Glühlampen können Sie übers Jahr genauso viel Energie verbrauchen wie fürs Kochen und Backen mit dem wattstarken Herd. Denn hier kommt der Faktor Zeit ins Spiel – wo Leuchten lange brennen, lohnen sich Energiesparlampen. Die Stiftung Warentest hat übrigens in Heft 1/2006 Energiesparlampen getestet www.warentest.de.
27. Eine Energiesparlampe verbraucht 80 Prozent weniger Strom – bei 8.000 Stunden Brenndauer (durchschnittliche Lebensdauer einer Energiesparlampe) bringt das bei einer 20-Watt-Energiesparlampe (= 100-Watt-Glühlampe) eine Ersparnis von rund 120 Euro. Zudem wird die Umwelt mit ca. 225 kg CO2 weniger belastet.
28. Wo es sinnvoll ist, sollten Sie eine defekte Glühlampe durch eine Energiesparlampe ersetzen. Mittlerweile gibt es sie auch in unterschiedlichen Farbtönen.
29. Das größte Energiesparpotenzial haben Leuchtstoffröhren (praktisch die große Form der Energiesparlampe). Sie können dauerhaft brennen und empfehlen sich deshalb für viel genutzte Arbeitsbereiche.
30. Verteilen Sie in großen Räumen die Lichtquellen so, dass Sie einzelne Raumteile unabhängig voneinander beleuchten können.
31. Halogen- oder Niedervoltlampen sind keine Sparlampen – und geben praktisch nur punktuell Licht. Wird Ihr Trafo nicht mit dem Lichtschalter ausgeschaltet, zieht er immer Strom.
32. Halogenstrahler sind die größten Stromfresser – das ist sofort an der großen Wärmestrahlung zu spüren. Und auch im ausgeschalteten Zustand zieht der Transformator noch Strom.
33. Ein heller Raum benötigt weniger Licht: ein Renovierungstipp mit Langzeitwirkung beim Energieverbrauch.
34. Mit dem Strommessgerät können Sie den Verbrauch jedes Gerätes ermitteln, das über eine Steckdose versorgt wird. Kostenlose Leihgeräte gibt es in der Energieberatung (Südring 1), unter Vorlage des Personalausweises.
Tipp 35 bis 42 - Wäsche
Waschmaschinen und mittlerweile auch Wäschetrockner gehören in vielen Haushalten zur Grundausstattung. Rund ein Drittel des Stromverbrauchs im Haushalt geht zu Lasten von sauberer Wäsche. Legen Sie deshalb alte Gewohnheiten ab - die Kochwäsche bei 90°C muss kaum noch sein. Waschmittel wirken auch bei 30°C bis 60°C.
35. Beim Wäschewaschen der beste Tipp: Reduzieren Sie die Waschtemperatur! Im Internet finden Sie einen "Wäscherechner", mit dem Sie einfach berechnen können, wie sich Ihr Waschverhalten auf die Stromrechnung auswirkt: www.haushaltstechnik.uni-bonn.de/waschtag/berechnung.html.
36. Waschen Sie leicht verschmutzte Wäsche mit niedrigen Temperaturen ohne Vorwaschprogramm.
37. Füllen Sie die Maschine - außer bei Fein- und Wollwäsche - immer möglichst voll. An die Spartaste denken, sofern die Maschine darüber verfügt.
38. Entfernen Sie Flecken sofort. Hartnäckige Schmutzflecken mit Gallseife vorbehandeln oder Wäsche einweichen.
39. Schleudern Sie die Wäsche vor dem Trocknen gründlich. Wenn Sie mit 1200 statt 800 Umdrehungen schleudern, verbraucht der Trockner ein Drittel weniger Energie.
40. Vermeiden Sie bei der Zeitsteuerung zu lange Trocknungszeiten. Es schadet der Wäsche und kostet unnötig Energie.
41. Falls Sie gleich nach dem Trocknen zum Bügeln kommen, Bügelwäsche im Trockner nur "bügelfeucht" trocknen.
42. Entfernen Sie nach jedem Trocknungsgang die Flusen im Luftfilter des Gerätes und leeren Sie, wenn vorhanden, den Kondenswasserbehälter.
Tipp 43 bis 48 - Multimedia
Computer stehen in fast jedem Haushalt. Dazu elektronische Geräte wie Fernseher, Musikanlagen und Kommunikationstechnik. Sie tragen zu einem höheren oder zumindest weniger überschaubaren Energieverbrauch bei. Tückisch: Geräte scheinen ausgeschaltet zu sein, schlummern aber nur und ziehen auch im Stand-by-Betrieb Strom.
43. Bestes Mittel gegen den Stand-By-Verbrauch von Fernseher und Computer: eine schaltbare Steckerleiste. Sie garantiert, dass "aus" wirklich "aus" ist. Oder nutzen Sie den "Powersafer" - dann können Sie trotz Ausschaltens die Fernbedienung nutzen.
44. Nutzen Sie an Computer und Peripherie die Stromsparfunktionen: Prüfen Sie, ob das automatische Powermanagement aktiviert ist.
45. Schalten Sie Drucker und Scanner erst an, wenn die Geräte zum Einsatz kommen - oft werden diese Geräte stundenlang nicht benötigt, laufen aber trotzdem mit.
46. Bildschirmschoner sollen möglichst dunkel sein, um weniger Energie zu schlucken. Achten Sie darauf, dass die Stand-By-Funktion aktiviert ist.
47. Plasmafernseher erzeugen ihr brillantes Bild mit viel Strom.
48. Lassen Sie leere Ladegeräte für Handys und Akkus nicht in der Steckdose, denn sie ziehen immer Strom.
Die Mitarbeiter der Energieberatung, Südring 1, informieren Sie gern persönlich montags bis freitags von 8 Uhr bis 13 Uhr oder nach Vereinbarung. Telefonisch erreichen Sie die Mitarbeiter der Energieberatung montags bis freitags von 8 Uhr bis 17 Uhr unter Telefon 02381/274-1295.
(Quelle: RWE)
Energiespartipps für den Sommer
Energiespartipps für kühle Köpfe in heißen Zeiten
Einige Energieeffizienz-Tipps, die besonders in der heißen Jahreszeit zum Tragen kommen:
- Je voller der Kühlschrank, desto geringer der Stromverbrauch. Deshalb schadet es nicht, ruhig mehr Getränke als nötig kalt zu stellen. Das Gleiche gilt für Tiefkühlschränke. Falls die Grillwürstchen ausgehen, tut es auch ein Polystyrolblock.
- Erhitzte Lebensmittel erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen. Speisen gut abdecken, damit Feuchtigkeit nicht zur Reifbildung führt.
- Je tiefer die Kühl- oder Gefriertemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Eine Lagertemperatur von 7 °C im Kühlschrank und minus 18 °C im Gefriergerät reicht im Allgemeinen völlig aus.
- Klimaanlagen verbrauchen viel Strom und erhöhen das Wohnklima nur bedingt. Nach Möglichkeit die Wohnung anders kühl halten, zum Beispiel mittels eines Sonnenschutzes und durch nächtliches Querlüften.
- Die Klimaanlage im Auto erhöht den Kraftstoff erheblich. Klimaanlage daher nur restriktiv nutzen. Manchmal reicht es, das Auto vor dem Start gut durchzulüften.
- Viel Geld lässt sich bei der Neuanschaffung von Geräten mit geringem Stromverbrauch sparen. Achten Sie auf den Stromverbrauch des Gerätes und insbesondere bei Unterhaltungselektronik auf geringe Leerlaufverluste. Der Stromverbrauch durch Leerlaufverluste wird meistens in Wärme umgewandelt und heizt die Wohnung zusätzlich auf.


