Beteiligungen

Die Stadtwerke Hamm GmbH sind eine 100%ige Tochter der Stadt Hamm.

Die Stadtwerke Hamm selbst haben fünf Tochter-Gesellschaften:

  • Energie- und Wasserversorgung Hamm GmbH,
  • Fernwärmeversorgung Hamm GmbH,

    • Erlebnistherme Bad Hamm GmbH

  • Verkehrsbetrieb Hamm GmbH,
  • Hafen Hamm GmbH
  • sowie Hamcom GmbH.

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Energiewirtschaftliche Beteiligungen

Die großen Herausforderungen der Energiewende und den stetig zunehmenden Wettbewerbsdruck auf dem Energiemarkt können Stadtwerke heute und in Zukunft nur gemeinsam meistern.

Kluge Beteiligungen und strategische Kooperationen ebnen auch für die Stadtwerke Hamm den Weg in eine erfolgreiche Energie-Zukunft.

Gemeinsam mit einem starken Partner wie dem Trianel Netzwerk lassen sich innovative Konzepte für die Zukunft auch für uns realisieren. Durch gezielten Know-how-Aufbau in Themenfeldern wie Elektromobilität, Energieeffizienz und Re-Kommunalisierung machen wir uns fit für die Zukunft.

Durch die zielgerichtete Beteiligung an Projekten, die in unsere Strategie passen, können wir unser Portfolio weiter diversifizieren und einen ausgewogenen und umweltschonenden Energiemix vorweisen

Netzwerk von Stadtwerken in Europa

Die Trianel GmbH wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, die Interessen von Stadtwerken und kommunalen Energieversorgern zu bündeln und deren Unabhängigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt zu stärken.

Dieser Idee – Interessen im Netzwerk zu bündeln – folgen mittlerweile über 100 Gesellschafter und Partner aus dem kommunalen Bereich. Zusammen versorgen die Trianel Gesellschafter über sechs Millionen Menschen in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Damit ist Trianel das führende Stadtwerke-Netzwerk in Deutschland und Europa.

Davon profitieren auch die Stadtwerke Hamm. Die Beteiligung an der Trianel bedeutet ein starkes Netzwerk, das gemeinsam Antworten auf die Fragen der Energieversorgung von morgen finden kann. Die Gesellschafter können inzwischen auch Angebote zu strategischen und ökonomischen Potenzialen neuer Geschäftsmodelle und Technologien nutzen. Das Trianel-Netzwerk bietet den Beteiligten außerdem eine Plattform, um sich über Innovationen auszutauschen und die Energiewende vor Ort zu managen.

Im Rahmen der Zusammenarbeit ging bereits 2007 das Trianel Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk in Hamm-Uentrop als erstes kommunales Gemeinschaftskraftwerk an den Start.

Daran sind die Stadtwerke Hamm mit 27 weiteren Stadtwerken und Regionalversorgungsunternehmen beteiligt. Der Anteil der Stadtwerke Hamm beträgt rund 3,4 Prozent. Dies entspricht einem Anteil von 29 Megawatt an der gesamten Kraftwerkskapazität von 848,5 Megawatt.

2012 beging das bis dahin erfolgreiche Kraftwerk sein fünfjähriges Jubiläum unter bereits schwierigen wirtschaftlichen Prognosen. Der Vorrang von Erneuerbaren und der allein kostengetriebene Einsatz von Braunkohlekraftwerken geben umweltschonenden flexiblen Gaskraftwerken keine Chance mehr am Energiemarkt.

Unter diesen Bedingungen haben die Gesellschafter 2015 eine Entscheidung über die Restrukturierung der Kraftwerksgesellschaft getroffen. Das Trianel Gaskraftwerk bleibt demnach am Netz und wird seit 2016 in einer an den Markt angepassten Betriebsweise gefahren.

Das Kraftwerk wird in einer sogenannten „Warmreserve“ weiter betrieben, d.h. es produziert Strom nur noch in den Stunden mit einem ausreichend hohen Börsenstrompreis und wird für die Bereitstellung von Regelenergie eingesetzt.

Dennoch sind die Gesellschafter überzeugt, dass hocheffiziente und flexible Gaskraftwerke ein elementarer Baustein der Energiewende sind und für die Versorgungssicherheit im zukünftigen Kraftwerkspark sorgen.

Gemeinsam mit 13 Energieversorgern, darunter die Stadtwerke Hamm, hat die Trianel in Gronau-Epe einen Erdgasspeicher gebaut, der über ein Volumen von 240 Mio. m3 verfügt.

Am Standort Epe wird durch kontrollierte Bohrlochsolung Salz gewonnen. Die hierbei entstehenden Kavernen können anschließend zu Gasspeicherzwecken genutzt werden.

Gemeinsam mit 32 Stadtwerken und Regionalversorgern aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz unter Federführung der Trianel GmbH sind die Stadtwerke Hamm am Offshore-Windpark rund 45 Kilometer vor der Insel Borkum beteiligt.

Der Windpark, der insgesamt 40 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils fünf Megawatt umfasst, ist ein rein kommunales Projekt.

Am 1. September 2015 erfolgte nach über sieben Jahren Entwicklungs- und Bauzeit die offizielle Inbetriebnahme des Windparks auf hoher See.

Mehr als 50 Prozent der an der Realisierung des Trianel Windpark Borkum beteiligten Stadtwerke kommen aus Nordrhein-Westfalen und zeigen mit ihrer Investition eindrucksvoll ihre Verantwortung für den Klimaschutz. Der Windpark Borkum setzt Maßstäbe für eine nachhaltig ressourcen- und umweltschonende Energieversorgung.

Die Windkraftanlagen produzieren pro Jahr auf Basis der erwarteten 4.000 Volllaststunden rund 800 Gigawattstunden Strom (800 Mio. kWh).

Auf Grundlage der positiven Prognosen ist inzwischen die Entscheidung über einen zweiten Bauabschnitt getroffen worden. Weitere 32 Windkraftanlagen mit nochmals 200 Megawatt Leistung werden den bestehenden Park erweitern. Die Stadtwerke Hamm werden sich auch an diesem Projekt beteiligen.

Film über das Trianel Windkraftwerk Borkum

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Mit der Beteiligung an der Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (TEE) verfolgen die Stadtwerke Hamm ebenfalls gemeinsam mit anderen kommunalen Gesellschaftern aus dem Trianel-Kreis das Ziel, durch Bündelung von Projekten im Bereich Wind-Onshore und Freiflächenphotovoltaik diese wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Rund 500 Millionen Euro werden die Stadtwerke-Gesellschafter über die TEE in den kommenden Jahren in geplante 275 Megawatt Windenergie und Freiflächenphotovoltaik investieren.

Dies schafft neue Möglichkeiten für die Stadtwerke Hamm, eine nachhaltige und vor allem umweltfreundliche Energieversorgung vorzuhalten.

Im Geschäftsjahr 2016 konnten zahlreiche Projekte in das Portfolio aufgenommen werden, sodass das aktuelle Portfolio bereits rund 26 Megawatt Photovoltaik-Leistung und sechs Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 113 Megawatt umfasst.

Die grüne Partnerschaft für erneuerbare Energien

Im Gemeinschaftsprojekt Green GECCO engagieren sich die Stadtwerke Hamm mit weiteren 28 Stadtwerken unter Leitung der RWE Innogy GmbH, um ein Portfolio an Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien – Biomasse, Biogas, Geothermie, Wasserkraft und Windkraft – aufzubauen. Hier wird entweder in bestehende Projekte investiert oder neue Projekte werden entwickelt oder akquiriert. GECCO steht für „Gemeinsam Clever CO2 optimieren“.

Ziel dieses langfristig angelegten Kooperationsprojektes ist es, gemeinsam neue Projekte zu entwickeln und zu realisieren, um den Anteil regenerativ erzeugter Energien im Energiemix systematisch zu erhöhen.

Das Portfolio umfasst inzwischen u.a. fünf Windparks:

Die Windprojekte von Green GECCO

Der Onshore Windpark „An Suidhe“ an der Westküste Schottlands war das erste Projekt, an dem sich die Stadtwerke Hamm beteiligt haben. Der Windpark, der im vierten Quartal 2010 ans Netz ging, kann mit einer Leistung von rund 20 Megawatt ca. 15.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie versorgen.

Im Mai 2011 folgte die Beteiligung an dem Repowering-Projekt Windpark „Süderdeich“ in Schleswig-Holstein, der mit einer Leistung von 9 Megawatt in der Lage ist rund, 5.400 Haushalte mit grüner Energie zu beliefern.

Nach dem erfolgreichen Projekt in Süderdeich, wurde der bestehende Windpark „Hörup" modernisiert werden. Mit 3 Anlagen und einer Leistung von 8 Megawatt können seit Ende 2012 ca. 4.800 Haushalte klimafreundlich versorgt werden.

Ebenfalls gegen Ende 2012 wird der Windpark „Titz“ in Düren (Schleswig-Holstein) in Betrieb genommen. Dieser ist genauso leistungsstark wie die Windkraftanlage in Schottland und liefert „sauberen“ Strom für 15.000 Haushalte.

Die in diesem Projekt leistungsstärkste Windkraftanlage entsteht in Walsrode im niedersächsischen Heidekreis. Sie erzeugt 53.500 Megawatt Strom und kann damit etwa 16.000 Haushalte versorgen. Der Windpark „Düshorner Heide“ wurde im Frühjahr 2014 in Betrieb genommen.