Erneuerbare Energie für Hamm

Die Energiewende

2011 wird als das Jahr der „Energiewende“ in die Geschichtsbücher eingehen. Zu Jahresbeginn wurde noch die Atomkraft als Brückentechnologie ins Zeitalter der Erneuerbaren favorisiert. Dies änderte sich schlagartig mit den tragischen Ereignissen vom 11. März 2011 in Japan. Die kurz danach verfügte Abschaltung von acht älteren Atomkraftwerken in Deutschland leitete einen Prozess des Umdenkens in unserer Gesellschaft ein.

Diese neue Situation eröffnete zu diesem Zeitpunkt den Stadtwerken eine große Chance, denn für die wegfallenden Atomkraftwerke wurden neue und vor allem flexible konventionelle Kraftwerke benötigt. Das sollte für eine Modernisierung des Kraftwerksparks sorgen.

Der Atomausstieg in Deutschland und die rasante Zunahme der Photovoltaik stellten schwer zu planende und grundlegend marktverändernde Ereignisse dar. Heute beschäftigt die gesamte Gesellschaft die Frage, wie die Energielandschaft in zehn Jahren aussehen wird.

Eines ist dabei allen Beteiligten klar: Der gesamten Energiewirtschaft steht ein gravierender Wandel bevor. Stark betroffen von den ersten Auswirkungen dieses Wandels sind bereits heute die kommunalen Stadtwerke.

Strategische Ausrichtung der Stadtwerke Hamm

Das Zeitalter der Energie stellt die Stadtwerke vor große Herausforderungen. Nicht nur die Forschung, sondern die gesamte Gesellschaft befindet sich auf dem Weg, um Lösungen für eine sichere, wirtschaftliche und vor allem klimaverträgliche Energieversorgung zu finden. In den vergangenen Jahren kam es noch darauf an, Potenziale aus regenerativen Energien zu finden und zu entwickeln. Heute und in Zukunft kommt es darauf an, die Nutzung dieser regenerativ erzeugten Energie durch intelligente Systeme zu ermöglichen.

Entgegen aller Vorhersagen des letzten Jahrzehnts gehören deutschlandweit gerade die Stadtwerke zu den Treibern der Energiewende. Auch die Stadtwerke Hamm haben sich erfolgreich den Veränderungen gestellt und sind gestärkt aus diesem Prozess hervorgegangen.

Fragen über den Ausbau von Erzeugungskapazitäten und Investitionen in erneuerbare Energien treten unter den aktuellen Bedingungen allerdings zunehmend in den Hintergrund. Wichtiger werden Fragen der Versorgungssicherheit, des Netzausbaus und der Energieeffizienz. Die Kosten der Energiewende beschäftigen Versorger, Unternehmen und Verbraucher in gleichem Maße.

Die Energieversorger sind mit den wirtschaftlichen Problemen ihrer Kraftwerks-Beteiligungen konfrontiert und erleiden schmerzhafte Gewinneinbrüche. Industrieunternehmen und Verbraucher sehen sich mit ständig steigenden Energiekosten konfrontiert.

Die Unternehmensstrategie ist dennoch klar auf den Ausbau regenerativer Energieerzeugung gerichtet. Das spiegelt sich u.a. im Beteiligungsportfolio unseres Unternehmens wieder.